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Was bedeutet "offshore Outsourcing" auf Deutsch? Warum ist Offshore-Softwareentwicklung kosteneffektiver? Ab wann lohnt es sich, Software offshore entwickeln zu lassen? Welche Projekte oder Projektteile lassen sich am besten offshore realisieren? Warum scheitern angeblich die meisten Offshore-Projekte? Wie
werden kulturelle Unterschiede adressiert? Kann
das Projekt, oder ein Teil davon, in Deutschland entwickelt werden? Wer ist Vertragspartner Offshore-Projekten?
Was bedeutet "offshore Outsourcing" auf Deutsch?Eine wörtliche Übersetzung von "offshore
Outsourcing" ist kaum möglich, sinngemäß bedeutet es "Auslagerung
ins Ausland". Das Wort "offshore" bedeutet "von der Küste
weg", stammt ursprünglich aus der Finanzwirtschaft und meint
(steuergünstige) Aktivitäten außerhalb der Hoheitsgewässer. "Outsourcing"
bedeutet einfach die Vergabe von Arbeiten an Drittanbieter außerhalb des
eigenen Unternehmens. Im Deutschen wird auf den Begriff "Offshore
Outsourcing" zurückgegriffen, um das Konzept der Softwareentwicklung im
Ausland zu beschreiben. Warum ist Offshore-Softwareentwicklung kosteneffektiver?Offshore-Projekte werden in Regionen ausgeführt, in denen das
Gehaltsniveau - bei identischer Qualifikation - (und andere Kostenfaktoren) ein Bruchteil des Niveaus in
Deutschland beträgt. Der Produktionsfaktor Mensch ist die wichtigste aber zugleich
auch teuerste Komponente der Softwareentwicklung. Offshore
Outsourcing nutzt die Kostendifferenz zu den Industrieländern aus. Natürlich entsteht durch die Verlagerung ins Ausland
ein zusätzlicher administrativer Aufwand. Insgesamt lassen sich aber trotz der
zusätzlichen Koordination Einsparungen von bis zu 50% erzielen. Ab wann lohnt es sich, Software offshore entwickeln zu lassen?Die industrielle Herstellung von Software -
Software-Engineering - im Ausland hat stärker strukturierte Abläufe zur Folge
und erfordert umfangreichere Qualitätssicherungsmaßnahmen. Daher sollten
nicht Software- Projekt nur ab einer gewissen Mindestgrösse ins Ausland verlagert werden. Sinnvoll ist eine
Realisierung als Offshore- Projekt ab einem Projektumfang von etwa einem
Personenjahr. Dabei ist natürlich das Rationalisierungspotenzial umso höher,
je größer der Anteil der ins Ausland ausgelagerten Projektteile ist, und je
länger die Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber dauert. Welche Projekte oder Projektteile lassen sich am besten offshore realisieren?Am besten lassen sich klar strukturierte, repetitive
Aufgabenstellungen offshore realisieren. Dies bedeutet nicht zwangsläufig, dass
die Aufgabenstellung aus Sicht des Auftraggebers klar strukturiert ist. Ein
typisches Beispiels ist "Legacy Maintenance", die Wartung
älterer Software, deren Lebenszyklus eigentlich schon abgelaufen ist, die aber
nach wie vor noch benötigt wird: in vielen Fällen liegt noch nicht einmal eine
vollständige Dokumentation vor, trotzdem ist diese Aufgabenstellung ideal für
ein dediziertes Offshore-Entwicklungszentrum - wegen der kontinuierlichen
Auslastung und der gleichbleibenden Aufgabeninhalte. Ein anderes Beispiel ist
das Testen von Software, vor allem dann, wenn eine Automatisierung der
Testroutinen kaum sinnvoll oder möglich ist, und deshalb sehr viele manuelle
Abläufe auftreten. Bei Einmalprojekten - beispielsweise der Entwicklung von
Produkten - wird in der Regel nicht die Kernentwicklung ausgelagert, sondern die
Entwicklung komplementärer Funktionen (z. B. Entwicklung von Schnittstellen,
Portierung oder Migration der Anwendung, Anpassung an unterschiedliche
Datenbank- oder Betriebssystemumgebungen oder ähnliches). Warum scheitern angeblich die meisten Offshore- Projekte? Der Hauptgrund für gescheiterte
Offshore-Projekte liegt im unausgereiften methodischen Vorgehen der Auftraggeber
- Projekte werden ohne Machbarkeitsstudie "mal
schnell" ins Ausland gegeben mit der Erwartung, dass zu einem festgesetzten
Zeitpunkt das fertige Produkt zurückkommt. Dabei wird wie selbstverständlich
erwartet, dass die Kosten sinken, ohne den Mehraufwand bei der
Koordination und Qualitätssicherung zu akzeptieren. Die wenigsten Projekte - im Ausland wie im Inland -
scheitern aufgrund technischer
Probleme; auch Sprach- und Kulturunterschiede sind weit weniger ein
Problem als allgemein dargestellt wird. Wie werden kulturelle Unterschiede adressiert?Trigyn Technologies kompensiert kulturelle Unterschiede dadurch,
dass die deutsche GmbH - quasi als Brückenkopf - der Hauptansprechpartner für
die lokalen Auftraggeber ist, und alle Aktivitäten zwischen der
Offshore-Entwickungsorganisation und dem Auftraggeber koordiniert. Das deutsche
Projektmanagement sorgt somit für eine reibungslose Kommunikation zu den
Offshore-Entwicklern. Zusätzlich werden ausländische Mitarbeiter von Trigyn
Technologies, deren Einsatz in Deutschland (oder anderen europäischen Ländern)
geplant ist, vor Ihrem Transfer mit einem intensiven Kultur- und Sprachtraining
auf ihren Auslandseinsatz vorbereitet. Indien hat nicht die gleiche Infrastruktur wie Deutschland. Wie wird damit umgegangen?In den indischen "Software-Hochburgen", beispielsweise in Bangalore, befindet sich die für die industrielle Herstellung von Software erforderliche Infrastruktur mindestens auf dem gleichen Niveau wie in Deutschland oder in anderen Industrienationen: renommierte Universitäten, Interkontinentalflughafen, autarke Software-Fabriken mit eigenen Kraftwerken, hochverfügbaren Rechenzentren und Satellitenverbindungen für Datenkommunikation und Videokonferenzen - und für die regelmäßigen Besucher aus Deutschland oft eigene Gästehäuser. Sind Projektdaten im Ausland sicher?Natürlich sind Sicherheit der Daten und Vertraulichkeit
bezüglich aller Informationen garantiert. Auf Wunsch
und abhängig von der Größe des Projektes werden die zugeordneten Projektteams zusätzlich
räumlich getrennt und arbeiten auf unterschiedlichen dedizierten
Entwicklungssystemen. Die
Projektkommunikation erfolgt verschlüsselt über sichere Kommunikationsverbindungen. Kann das Projekt, oder ein Teil davon, in Deutschland realisiert werden?Bei einer Zusammenarbeit mit Trigyn Technologies erfolgt das
Projektmanagement - für deutsche Auftraggeber - immer in Deutschland,
zusätzlich werden weitere Teilaufgaben des Auftrages vor Ort realisiert - auch
wenn die eigentliche Programmierung dann größtenteils in Indien erfolgt. Die
geographische Aufgabenverteilung ist ein Teilergebnis der vorgesehenen
Machbarkeitsstudie. In einer Vielzahl von Fällen arbeiten einzelne Ingenieure
oder komplette Entwicklungsteams von Trigyn Technologies in Deutschland mit den
Entwicklern des Auftraggebers zusammen: eine Voraussetzung für den
erfolgreichen Einsatz moderner Entwicklungsmethoden wie XP oder DSDM. Die in
Pforzheim beheimatete Trigyn Technologies Europe GmbH erfüllt diese
Anforderungen ihrer deutschen Kunden durch den konzerninternen Transfer
entsprechend qualifizierter Mitarbeiter. Wie hoch ist die Personalfluktuation?Das Absaugen hochqualifizierter
Arbeitskräfte durch die Industrieländer führte dazu, daß die Personalfluktuation
in der Vergangenheit wiederholt
ein kritisch betrachtetes Thema war. Seit 2000 ist dieser Trend rückläufig und
die Fluktuationsraten haben sich dem internationalen Standard angepasst - sie
liegen durchschnittlich bei etwa 5%. Bei der industriellen Fertigung von
Software ist die Abhängigkeit des Herstellungsprozesses von einzelnen Personen
von vorneherein reduziert. Zusätzlich lassen sich vorhersehbare Probleme durch entsprechende vertragliche
Vereinbarungen vermeiden. Was ist die Kommunikationssprache für Offshore-Projekte?Die operative Projektsprache für in Indien realisierte
globale Softwareprojekte - auch für deutschsprachige Anwendungen - ist
Englisch. Falls erforderlich werden legale und administrative Themen in Deutsch
behandelt. Wer ist Vertragspartner bei Offshore-Projekten?Bei den meisten Anbietern von Offshore Outsourcing erfolgt die Vertragsgestaltung mit
einem ausländischen Anbieter in englisch, auf der Grundlage des
Rechtssystems des Vertragspartners. Im Unterschied zu diesen Anbietern tritt im Falle von Trigyn Technologies die
deutsche GmbH als Vertragspartner auf und alle Verträge mit den Auftraggebern beruhen auf dem
deutschen Rechtssystem.
Copyright © 2002 Trigyn Technologies Europe GmbH - Stand: 24. Januar 2003
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